Was man vom Sport lernen kann: „In einem mittelständischen Betrieb spielt das Team eine ganz große Rolle”

Am 26. Mai 2007 gewann der 1. FC Nürnberg – unter Fussball-Aficionados bekanntlich nur „Der Club” (fränkisch „Der Glubb”) – den DFB-Pokal. Im Endspiel im Berliner Olympiastadion besiegte die Mannschaft von Trainer Hans Meyer den VfB Stuttgart mit 3:2 nach Verlängerung. Für den „Club” war es der erste Titel seit dem letzten Gewinn der Deutschen Fussballmeisterschaft 1968.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Pokalsiegs haben sich Maren Zimmermann und Katharina Fritsch auf Spurensuche begeben. Das Ergebnis ist das im Fürther Verlag starfruit publications erschienene Buch Ganz Nürnberg war in einem Rausch – Die Pokalsieger erzählen. In einer Verlagsmitteilung heißt es dazu: „Wie sehen die Erinnerungen der Pokalsieger, die besonderen Bilder und Momente der Trainer und Spieler, Funktionäre und Betreuer von damals aus? Maren Zimmermann und Katharina Fritsch haben die Pokalhelden von 2007 besucht und sich deren ganz persönliche Pokalgeschichten erzählen lassen. (…) Dramatisches und Trauriges, Skurriles, Amüsantes und viele große Emotionen finden sich wieder in diesem Buch über den Fußball und seine Leidenschaften.” Begleitet werden diese Geschichten von den liebevoll-ironischen Illustrationen verschiedener Künstler sowie einer ausführlichen Fotostrecke, die den Weg des 1. FC Nürnberg von der ersten Pokalrunde in Cloppenburg bis zum Pokalsieg in Berlin detailliert nachzeichnet.

Bei einer Kundenveranstaltung der Quirin Privatbank am 31. Mai 2017 in Nürnberg konnte sich das Publikum einen authentischen Eindruck vom „Fussball und seinen Leidenschaften” verschaffen.

Weiterlesen

Blasen, wo gar keine Blasen sind – Warum uns Finanzgrafiken oft in die Irre führen

Immer wieder sehen wir Finanzgrafiken, die die langfristige Kursentwicklung von beispielsweise Aktienindizes darstellen. Dabei verläuft die Entwicklung bis etwa 1990 eher flach, während sie danach dramatisch ansteigt. Der Eindruck, der sich dem Betrachter aufdrängt, ist: So kann das ja nicht ewig weitergehen. Das ist doch eine Börsenblase.

Professor Dr. Erwin W. Heri, Universität Basel, erläutert, in dem folgenden Video am Beispiel der Entwicklung des Dow Jones (siehe Abbildung oben), warum viele Finanzgrafiken oft einen völlig falschen Eindruck erwecken und uns damit in die Irre führen.

Weiterlesen

Anleger sollten bei ETFs auf die Tracking-Differenz achten

Die Idee, Fonds an der Börse zu handeln und Indizes nachzubilden, entstand um 1970. Der Wirtschaftswissenschaftler Eugene Fama hatte zu dieser Zeit in seiner Markteffizienzhypothese („efficient market hypothesis“) gezeigt, dass die Preise, die in einem Markt erzielt werden, sämtliche Informationen reflektieren, die in diesem Markt verfügbar sind. Damit ist es für die Akteure unmöglich, durch den Kauf einzelner Aktien ein Schnäppchen zu machen oder gar den Markt als Ganzes zu schlagen. Schließlich kann der Einzelne niemals klüger sein als der effiziente Markt. Fama wurde mit seiner Markteffizienzhypothese, für die er 2013 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, zum geistigen Vater der Indexfonds oder Exchange Traded Funds.

Seit Beginn der 1990er Jahre ist das Volumen des weltweiten ETF-Markts nahezu kontinuierlich gestiegen. Ende 2016 waren 3,42 Billionen Dollar in ETFs investiert (Quelle: Statista). Kein Wunder, die Grundidee der ETFs ist ja auch überzeugend: die Entwicklung eines Aktienmarktes so exakt wie möglich abzubilden. Aber wie gut gelingt das ETFs wirklich. Dennis Kremer ist in der F.A.S. vom 4. Juni 2017 der Frage nachgegangen „Wie finde ich die besten ETF?”.

Weiterlesen

Mit Aktien die Versorgungslücke schließen

Viele deutsche Privatanleger tragen nach wie vor eine tiefgehende Skepsis gegenüber der Aktienanlage in sich. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Schlechte Erfahrungen aufgrund der globalen Finanzkrise 2008 oder der geplatzten Technologieblase in den Jahren 2000 bis 2003 gehören ebenso dazu wie auch die vielen Deutschen innewohnende Risikoscheu bei der Vermögensanlage. Dabei werden die Risiken der Aktienanlage gern überschätzt, vor allem auf längere Sicht. Und es wird verkannt, dass Risikoscheu letztlich auch Renditescheu bedeutet. Denn wer nicht bereit ist, gewisse Risiken an den Kapitalmärkten zu tragen, wird auch nur mit einer bescheidenen Rendite entlohnt.

Wie wichtig es aber ist, sich nicht nur mit Minirenditen zufriedenzugeben, sondern mit Teilen des Vermögens auch nach Höherem zu streben, zeigen regelmäßig Studien zur künftigen Rentenentwicklung.

Weiterlesen

Buch oder Fernsehen? Fussball!

Karl Matthäus Schmidt

Bei einer Kundenveranstaltung in Darmstadt anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Quirin Privatbank hat mir Niederlassungsleister Gerd Böck einige Fragen zu persönlichen Präferenzen gestellt. Die Tonqualität ist zwar nicht die beste, aber ich finde das kleine Frage-Antwort-Spiel ganz amüsant.

Weiterlesen

Von den Briten lernen, heißt siegen lernen: Wie auch nach einem Provisionsverbot Anlageberatung erschwinglich bleibt

In der Diskussion um die unabhängige Anlageberatung gegen Honorar und ein Provisionsverbot kursiert seit einiger Zeit das Stichwort „Beratungslücke“ oder „Advisory Gap“. In Großbritannien hat man die Erfahrung gemacht, dass nach dem 2013 im Rahmen der Retail Distribution Review (RDR) flächendeckend eingeführten Provisionsverbot viele Briten keinen Zugang mehr zu einer professionellen Beratung haben. Im März 2016 hieß es im „Financial Advice Market Review”, herausgegeben vom britischen Finanzministerium (HM Treasury) und der britischen Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority): „A number of factors combine to mean that not all consumers can currently afford to access the advice they need at a price they are willing or able to pay. The market currently delivers high-quality solutions to those who can afford advice. However, not everyone wants or needs a personal recommendation in respect of every decision, nor do they always need a comprehensive assessment of all of their financial circumstances and requirements.” Infolgedessen kündigte die FCA daher eine Prüfung an, ob Fondsgesellschaften für den Verkauf von bestimmten Anlageprodukten unter Umständen wieder Provisionen an Finanzberater zahlen dürfen.

Weiterlesen

Ein Hoch auf das Trennbankensystem – Eigenhandel nachteilig für Privatkunden

„Alles, alles kommt zurück, alles kommt nochmal, genial oder geschmacklos, das ist ganz egal“, sang der leider viel zu früh gestorbene Roger Cicero in seinem Lied „Alles kommt zurück“. VW Käfer, Pilotenbrillen, Schulterpolster und Dauerwellen, Jungs mit Oberlippenbart, Trainingsjacken und Hosen mit Schlag – alles kommt zurück. Kommt jetzt auch das Trennbankensystem zurück?

Weiterlesen

Drei Fragen an … Karl Matthäus Schmidt // Folge 1: Robo-Advisor

Bis 2020 werden betreute Vermögenswerte in Deutschland von bis zu 30 Milliarden Euro erwartet. Doch die etwa 25 deutschen Robo-Advisor verwalten derzeit nur etwa 120 Millionen Euro. Das entspricht einem kaum wahrnehmbaren Marktanteil von etwa 0,1 Prozent entspricht. Wo liegt das Problem?

Die Gründe dafür sind vielfältig. Die meisten Robo-Advisor suggerieren, dass sich mit wenigen Mausklicks die für jeden Anleger optimale Anlagestrategie finden lässt. Dabei wird jedoch verschwiegen, dass die standardisierten Systeme Schwächen bei der Erstellung von wirklich differenzierten und individuellen Anlagevorschlägen haben.

Weiterlesen

Aus „Honoraranlageberatung­” muss „unabhängige Anlageberatung­” werden

Im August 2014 wurde in Deutschland das „Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente” (Honoraranlageberatungsgesetz) verabschiedet. Um den Nachweis zu erbringen, dass er frei von Interessenkonflikten berät, hat der Honorar-Anlageberater sicherzustellen, dass er weder monetäre noch nicht-monetäre Zuwendungen von Produktgebern vereinnahmt. Außerdem muss er anhand objektiver Kriterien aus einer Vielzahl von Finanzinstrumenten für den Kunden das jeweils beste Produkt auswählen. Was ist das anderes als echte unabhängige Beratung? Honorarberatung = Unabhängige Anlageberatung. Auf diese einfache Formel lässt sich der Sachverhalt bringen.

Weiterlesen